SGTC of Evil

Da unsere bisherige "große" SGTC aufgrund minderwertiger Bauteile und Fehlkonstruktionen nicht optimal abgestimmt war, haben wir uns wieder mal an eine eine neue Teslaspule gesetzt.

Zunächst hatten wir das Glück 9 Neontrafos mit 6,3kV und jeweils 50mA bzw 63mA zu bekommen. Diese haben wir dann prompt als Stromversorgung eingeplant.

Also haben wir uns rangemacht und ein Brett zusammengebaut, worauf alle 9 Neontrafos an Drehstrom im Stern verschaltet laufen sollten.

Leider war dem am Ende nicht so: Schon nach kurzem Lichtbogenziehen haben sich die Trafos stark erwärmt. Bei den Trafos fließen schon durch kleinste Unterschiede erhebliche Ausgleichsströme, die den Output beim Arcen minimieren und die Trafos gleichzeitig stark erwärmen.

 

Auf den Punkt gebracht: Alle Neontrafos werden wieder verkauft und ersetzt.


Während wir auf der Suche nach einer passenden Stromversorgung waren, haben wir dann zunächst das Untergestell der Teslaspule geschweißt. Dieses Gestell wird später die gewaltige Masse der TC aushalten müssen, daher ist es sehr stabil konstruiert.

Es ist 100x100x50cm groß, besteht aus 50mm Stahlrohren und wiegt ca. 40kG.


Nachdem das Gestell fertig geschweißt war, haben wir es sauber abgeschliffen und in schwarz lackert.

An den Laschen zwischen der Ober- und Unterseite wird später die Verkleidung angebracht.

 

Nach dem Lackieren wurden dann auch Gleich noch Platten für die Oberseite und den inneren Boden von Felix´s Vater angefertigt.


Zeitgleich zum Bau des Gestells, haben wir auch nach passenden Kondensatoren für den MMC gesucht.

Nach langer Suche bekamen wir dann eine sehr erfreuende Antwort von der Firma Bürklin.

Sie haben uns die gesamten Kondensatoren kostenlos gestellt.

Dafür einen herzlichen Dank!!


Jetzt ging auch unsere Suche nach der Stromversorgung endlich zu Ende.

Im Mosfetkiller Forum wurden wieder mal Messwandler angeboten.

Diesmal sogar 3 baugleiche 20kV Messwandler. Uns war sofort klar, die müssen wir haben und haben sie dann auch alle 3 von DIN0815 bekommen. Auch hier vielen Dank dafür!

 

Fast gleichzeitig mit den Messwandlern kam dann auch unser KG-Rohr für die Sekundärspule. Dieses fiel aus Mangel an 350er Rohren doch etwas anders aus. Kurzerhand wurde daraus ein 400er Rohr.


Zwischendurch haben wir dann auch noch an der synchron rotierenden Funkenstrecke gearbeitet.

Ein 1,5kW 230V Motor wurde mit der Unterstützung von Zqueek zu einem synchron laufenden Reluktanzmotor umgebaut. Dies klappte problemlos auf Anhieb.

Daher auch an Zqueek nochmal vielen Dank!

 

Mittlerweile wurde zu dem Motor auch noch ein passender Phasenschieber gebaut, womit sich der Zündzeitpunkt während des Betriebes einstellen und optimieren lässt.


Jetzt erstmal eine Übersicht des bisherigen Fortschrittes:

Im Vordergrund sind die drei rießigen Einpol-Messwandler zu sehen. Rechts und links davon sind zwei Drosselspulen, die beide zur Strombegrenzung genutzt werden.

Dahinter ist das fertig lackierte Gestell mit einem Rollenuntergestell und eingesetzten Böden.

Ganz hinten ist dann das wirklich gewaltige KG-Rohr zu sehen. Es wurde so aufgebockt, dass es 1,8m über das Gestell hinaussteht. Also die geplante Höhe ist auf dem Bild richtig dargestellt.

Links etwas im Hintergrund ist das Schaltpult zu sehen, das später noch eine Rundumerneuerung bekommt.


Mitlerweile hat sich ansonsten auch wieder einiges getan.

Von der Firma ebmpapst haben wir den Draht für die Sekundärspule bekommen. Dieser hat einen Durchmesser von 1,7mm und wird mit ca. 900 Windungen auf das Rohr aufgebracht.

An dieser Stelle auch nochmals vielen Dank an die Firma ebmpapst.


Weiterhin haben wir noch das Schaltpult rundum erneuert. Das bedeutet, wir haben alles wieder ausgebaut und diesmal mit Kabelkanälen und einer klügeren Anordnung der Bauteile das Schaltpult neu Aufgebaut.

Zudem wurde noch eine 32A Drehstromdose als Ausgang hinzugefügt und der gesamte Aufbau wurde durch diverse Maßnahmen nochmals deutlich sicherer gestaltet.

Bilder und Beschreibung findet ihr hier: Schaltpult


Nachdem wir nun das Schaltpult fertiggestellt hatten, konnten wir endlich auch unsere 20kV Messwandler testen. Dazu haben wir einfach eine Elektrode an einem langem Kunststoffrohr und eine andere direkt an den sekundär parallel geschalteten Kontakten befestigt. Der Strom wurde mithilfe von 2 großen Drosselspulen auf ca. 50A begrenzt. Dadurch wurde auch gleichzeitig erreicht, dass die Wandler an 400V betrieben nur jeweils 100V abbekommen.

 

Und ja, was soll ich sagen... Wir waren mehr als begeistert.

Bilder sagen mehr als tausend Worte, also hier ein Video davon.

 



Als nächstes haben wir dann die Sekundärspule gewickelt. Den Draht dazu haben wir von der Firma EBMpapst gesponsert bekommen.

Hierfür herzlichen Dank für die Unterstützung.

Angefangen hat es mit dem 400er KG-Rohr mit 1,8m Länge in einer noch größeren Wickelvorrichtung.

Dann haben wir zu dritt das Wickeln begonnen. Zu dritt deshalb, weil der Vater von Felix den Draht mit dicken Handschuhen und einer extra Vorrichtung geführt hat und wir beide haben abwechselnd mit voller Kraft gekurbelt.


Als die Spule mit einer Wicklungslänge von 1,8m fertiggestellt war, wurde kurzerhand noch ein kleiner Getriebemotor mit Frequenzumrichter befestigt, der die Spule nach dem Beschichten mit Epoxidharz in Bewegung hält, um eine Nasenbildung zu vermeiden.

Das ganze hat auch super Funktioniert und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen. Damit ist die Sekundärspule für unsere SGTC fertiggestellt.


Nachdem die Spule nun fertig war, musste natürlich noch der ganze Unterbau eingerichtet werden.

 

Dazu haben wir die Platzaufteilung grob wie auf folgenden Bild zu sehen gewählt.

 

Auf die eigentliche Grundplatte wurde für bessere Handhabbarkeit noch eine Art Schublade aufgesetzt, mit der der gesamte Inhalt herausgezogen werden kann.

Denn zum Transport müssen die Messwandler herausgenommen werden, da das Gestell ansonsten unmöglich zu tragen wäre.



Als der Innenaufbau fertiggestellt war, wurde dann auch die Primärspule gewickelt. Diese besteht aus 13 Windungen mit 10mm Kupferrohr und wurde einfach in eingesägte Kunststoffhalter gelegt.



Die ganzen Einzelteile wurden dann noch zusammengesetzt und ergaben dann folgendes Gesamtbild:


Das ganze wurde dann mehrmals getestet eingestellt und am Fingertreffen wieder getestet, wo uns leider der Motor, ein Teil der Kondensatoren und zwei der Messwandler durch einen Überschlag zerstört wurden.

Das Projekt wurde daher vorerst eingestellt.

 

Dennoch hier ein Video vom Fingertreffen 2013, wo sie zerstört wurde. Hier kamen in einem unabgestimmten Zustand mit statischer Funkenstrecke immerhin schon Entladungen von ca. 2,5m zustande.

Sponsoren: